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Die kanadische Wirtschaft ...
Heute ist Montag, 6. Februar 2012, Uhrzeit: 06:35:26
Kanada gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Erde; es ist Mitglied der WTO, der OECD, des IWF, der Weltbank und der G8. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt liegt Kanada mit 1432,140 Mrd. US-Dollar auf dem neunten Platz.
Bei der Kaufkraftparität liegt es mit 1265,838 Mrd. internationalen Dollar auf Platz 13, beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mit 43.485 US-Dollar auf Platz 14 (Stand jeweils 2007). Im Human Development Index der UNDP, der auch nichtökonomische Faktoren berücksichtigt, belegt Kanada den vierten Platz.
Zwar gilt Kanada als soziale Marktwirtschaft, doch der wirtschaftliche Handlungsspielraum ist sehr groß; im „Index der wirtschaftlichen Freiheit“ der Heritage Foundation wird Kanada höher bewertet als die meisten westeuropäischen Staaten und leicht tiefer als die USA.
Wie in anderen entwickelten Ländern wird die kanadische Volkswirtschaft durch den Dienstleistungssektor dominiert. Überdurchschnittlich hoch ist jedoch der Anteil des Primärsektors, was auf den Reichtum an natürlichen Ressourcen und deren Ausbeutung zurückzuführen ist.
Kanada ist eines der wenigen entwickelten Länder, das Netto-Exporteur von Energie ist. Vor der Küste der Atlantischen Provinzen liegen umfangreiche Vorkommen an Erdgas, mit den Athabasca-Ölsanden in Alberta verfügt Kanada über die zweitgrößten Reserven an Erdöl nach Saudi-Arabien.[28] In mehreren Provinzen, insbesondere Québec, British Columbia und Ontario, steht mit der Wasserkraft eine erneuerbare Energiequelle in großer Menge zur Verfügung.
Kanada ist einer der weltweit wichtigsten Lieferanten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen; im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Weizen und andere Getreidesorten aus den Prärieprovinzen. Das Land ist der weltweit größte Produzent von Zink und Uran, auch bei der Förderung von Gold, Aluminium und Blei nimmt es eine führende Stellung ein.
Historisch gesehen war die Industrie in Kanada gegenüber anderen Sektoren stets nachrangig, wenn auch keineswegs unbedeutend. Aus diesem Grund war das Land in den 1970er- und 1980er-Jahren weitaus weniger stark von der Deindustrialisierung betroffen als andere Industrienationen. Als Zentrum der kanadischen Industrie gelten die Provinzen Ontario und Québec, wobei vor allem die Automobil- und die Luftfahrtindustrie eine bedeutende Rolle spielen. Mit Abstand am meisten Bedeutung besitzt der Dienstleistungssektor:
Sieben der zehn größten kanadischen Unternehmen sind im Banken- und Versicherungsbereich tätig.
Der Außenhandel macht einen großen Teil der kanadischen Wirtschaft aus. Die Exporte betragen 36,7 % und die Importe 32,8 % des BIP. Bei weitem wichtigster Handelspartner sind die USA, mit 76,4 % der Exporte und 65,0 % der Importe im Jahr 2007. Kanada belegt nach der EU, den USA, Japan und China den fünften Platz in der Weltaußenhandelsstatistik. Der Außenhandel ist weitgehend frei, nur in wenigen Schlüsselbereichen sind ausländische Investitionen auf Minderheitsbeteiligungen beschränkt.
War die kanadische Wirtschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch weitgehend auf den Export nach Europa orientiert, so wurden die Handelsbarrieren zum Nachbarland USA nach dem Zweiten Weltkrieg nach und nach abgebaut. Ein erster wichtiger Schritt war das 1965 vereinbarte Canada-United States Automotive Agreement (auch Auto Pact genannt), das die Grenzen für die Automobilindustrie vollständig öffnete.
Das Kanadisch-Amerikanische Freihandelsabkommen von 1988 schaffte die Zölle zwischen beiden Ländern ab und führte zu einer markanten Erhöhung des Handelsvolumens. Mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen wurde diese Freihandelszone 1994 auf Mexiko ausgedehnt. Weitere Freihandelsabkommen bestehen mit Israel, Chile, Costa Rica und der EFTA (Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein).Quelle: wikipedia.de
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bietet vielfältige Möglichkeiten das Land auch auf eigene Faust zu erkunden. Hier erfahren Sie mehr:

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